Sind Sie bereits Osteoporose geimpft?

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ab 30 wirds "schleissig"!

Etwa bis zum 30. Lebensjahr baut Ihr Körper aktiv Knochenmasse auf. Danach bleibt diese relativ konstant. Bei Bewegungsmangel kann sich aber Ihre Knochenmasse reduzieren.

 

Ist Ihr Knochenabbau stärker als „normal” und auch die Feinstruktur Ihrer Knochen gestört, spricht man von Osteoporose.

 

Osteoporose ist die häufigste Erkrankung des Knochenstoffwechsels und kann für Sie lange unbemerkt bleiben. Eine längere Passivität / Bewegungsunlust, so wie unsere beiden "Couchpotatos" (siehe Bild) können sich negativ auf Ihre Knochen- und Muskelmasse auswirken. 


osteoporose - eine drohende Epidemie?

Etwa 600.000 – 700.000* Menschen in Österreich leiden bereits an Osteoporose oder haben ein hohes Risiko an Osteoporose zu erkranken. Etwa ein Drittel aller Frauen nach dem Wechsel ist davon betroffen* und zwei Drittel aller Frauen in Österreich über 80 Jahren* leiden an Osteoporose. Aber auch Männer können daran leiden! Das Verhältnis Frauen zu Männern liegt etwa bei 3:1*. (*Quelle Osteoporose.co.at.). 

 

Die Osteoporose stellt aufgrund der dabei bestehenden verminderten Knochendichte ein erhöhtes Frakturrisikos dar, da es schon durch Bagatelltraumen zu Knochenbrüchen kommen kann**. Es kann zu Schenkelhalsfrakturen oder Wirbelkörpereinbrüchen kommen aber auch zu Rundrückenbildung und Minderung Ihrer Körpergröße**. (**Quelle www.amboss.com)


Osteoporose-impfung!?

Ein kleiner Stich - alle 2 Jahre - kann Sie und Ihre liebe Familie vor Osteoporose schützen - und das ohne viel Bewegung bzw. ohne regelmäßige Medikamente. 

 

Schön wär's, aber dies ist leider nur ein Aprilscherz! 

Leider gibt es noch keine Impfung gegen Osteoporose. Wir empfehlen eine Knochendichtemessung zur Vorsorge ab dem 50.Lebensjahr und dann alle zwei Jahre. Dies ist für Frauen besonders wichtig, da der Schutz durch die Östrogene in der Menopause abnimmt.


Zur Prävention einer Osteoporose ist regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung besonders wichtig. Regelmäßiges Training aktiviert die Osteoblasten, die für den Knochenaufbau wichtig sind.

Risikofaktoren für OsteopoROSE

Übermäßiger Alkoholkonsum schädigt den Knochen, da es dadurch zu einer verstärkten Ausscheidung von Calcium über die Nieren kommt.  Außerdem bremst er die Funktion des Magens, des Darms und auch der Bauchspeicheldrüse nachhaltig, sodass Calcium nicht mehr in ausreichender Menge aus der Nahrung in den Organismus aufgenommen werden kann.

 

Langfristig wird die Leber geschädigt, wodurch auch der Vitamin-D-Stoffwechsel gestört wird (Vitamin D ist von essentieller Bedeutung für den Einbau von Calcium in das Knochengerüst). Schließlich hemmt Alkohol die Aktivität der knochenbildenden Zellen (Osteoblasten).


Starkes Rauchen beschleunigt den Abbau von Östrogenen und begünstigt so das Entstehen einer Osteoporose.

 

Auch eine frühe Menopause begünstigt Osteoporose, da hierbei der Östrogenspiegel schon früher abfällt. Die schützende Wirkung der Östrogene fällt also schon früher weg.

 

Auch Protonenpumpenhemmer (umgangssprachlich: Magenschutz-Tabletten) oder Glukokortikoide (Cortison Tabletten) können bei einer Langzeittherapie über viele Jahre ein geringes Risiko (unter 10%) für eine Osteoporose bedeuten. 


Bei diesen Medikamenten muss daher der Nutzen der Therapie überwiegen. Bitte nicht eigenständig absetzten, ich berate Sie hierzu gerne näher und individuell in einem persönlichen Gespräch.

schützen milch & Käse vor osteoporose?

Eine sehr häufige Frage bei meinen Osteoporose-Beratungen ist: "Schützen eigentlich Milch und Käse vor Osteoporose? 

 

Ein erhöhter Kalziumkonsum (wie zum Beispiel: Milch, Joghurt, Hartkäse, grünes Gemüse, Getreideprodukte, Brokkoli, Kohl, Spinat, Kresse, Petersilie, Mineralwasser,...) schützt uns nicht allein vor Osteoporose. 

Kalzium ist nicht der einzige Stoff, der dafür sorgt, dass Ihre Knochen stabil bleiben. Kalzium benötigt die Vitamine D und K, um in den Knochen eingelagert werden zu können. Diese Vitamine sind fettlöslich (A,D,E,K). 


Wenn Sie sich also sehr fettarm ernähren, kann dies Ihre Kalziumaufnahme erschweren. Calcium und Vitamin D sind nur zwei Risikofaktoren von vielen.

viel wichtiger als kalzium!

Was ist mit...

  • Ihrem Stresslevel?
  • mit Entspannungstechniken?
  • mit Ihrem Älterwerden?
  • mit Ihrem Ausdauertraining?
  • mit Ihrem Krafttraining?

Bereits ab Ihrem 20. Lebensjahr (!) kann Ihr Körper erheblich an Muskelmasse verlieren und - wie bereits erwähnt - ab 30 Jahren Knochenstruktur abbauen, wenn Sie sich nicht regelmäßig (2-3 x pro Woche) bewegen / kein Ausdauer- & Krafttraining durchführen.

 

Bereits 3-4 einfach durchzuführende Übungen, nur 3 x pro Woche, können vorbeugen. Nähere Infos dazu in einem meiner nächsten Blog-Artikel von mir. 

 

Auch die Reduktion Ihres Stresslevels, eine effektive Depressions- & Burnout-Prophylaxe, regelmäßige Bewegung, 2-3 x pro Woche Ausdauer- und Krafttraining, ausreichend Schlaf und eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung sind wichtige Faktoren.


sie müssen sich keine sorgen machen...

...dass Sie einen Kalziummangel erleiden wenn Sie keine Milch trinken oder keinen Käse essen. Milch & Co sind nicht die Lösung. 

 

Milch und Käse von nicht artgerechter Tierhaltung kann Schadstoffe (Pestizide) enthalten, die aus dem Futter der Tiere stammen. Studien von der American Academy of Neurology (AAN vom 09.12.2019) weisen sogar hin, dass es zwischen dem Konsum von pestizidbelasteter Milch und bei der Erkrankung an Parkinson und Osteoporose signifikante Zusammenhänge gibt.

 

Bio- oder Rohmilch können diese Belastungen eher nicht enthalten, denn in einem naturbelassenen Zustand enthält Milch eine hohe Nährstoffdichte und mehr gute Omega 3-Fettsäuren als Industrie-Milch.

die sauberen 15!

Meiner Meinung nach gehören "Pestizide" zu den gefährlichsten Umweltgiften überhaupt! 

 

Folgende Lebensmitteln - die ich für Sie zusammengestellt habe - werden mit nur geringen Mengen an Pestiziden gespritzt.

 

Diese unten angeführten Lebensmitteln sollten auf keinen Fall in Ihrer Ernährung fehlen.

 

Ich nenne Sie "Die sauberen 15": 


  1. Avocados
  2. Mais
  3. Ananas
  4. Mangos
  5. Spargel
  6. Süßkartoffeln
  7. Grüne Erbsen
  8. Kiwis
  9. Kohl
  10. Auberginen
  11. Pilze
  12. Wassermelonen
  13. Brokkoli
  14. Grüne Bohnen
  15. Zwiebel

Haben Sie schon einmal eine frischgemolkene Milch getrunken?

Milch und Käse von einer Kuh, die fröhlich auf einer saftigen Wiese weiden darf gibt mit Sicherheit eine wertigere Milch / Käse, als eine Kuh, die mit anderen Tieren in Massenbetrieben in einem Stall steht und industrielles Kraftfutter zum Fressen bekommt.

 

Ebenso können sich die Nährstoffe bei der Haltbarmachung* verringern. Handelsübliche Milch wird pasteurisiert.

 

Beim Pasteurisieren wird die Milch kurz stark erhitzt um mögliche Keime abzutöten. Dabei gehen auch viele Nährstoffe verloren). Für uns Erwachsene ist Milch nicht "überlebenswichtig."


alternativen zu milch & Käse

Grünes Blattgemüse, wie Spinat, Grünkohl, Nüsse, Samen, Bio-Fleisch, Fisch enthalten ausreichend Kalzium und bringen Ihnen gleichzeitig diejenigen Nährstoffe mit, die Ihr Körper braucht, um Ihre Kalziumaufnahme gut zu verwerten. Haben Sie schon einmal Hafer-, Dinkel-, Reis-, oder Mandel- oder Kokosmilch probiert?

 

Traditionelle deutsche- / schweizer- und österreichische Gerichte, die mit Sahne zubereitet werden, können Sie mit Kokosmilch ersetzen. Versuchen Sie auch einmal Ihren Kaffee / Tee mit Kokosmilch zu trinken. 

 

Anita und ich wünschen Ihnen ganz viel Erfolg beim Umsetzen dieser Tipps und stehen Ihnen bei Rückfragen für eine Osteoporose-Beratung jederzeit gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf ein persönliches Beratungsgespräch mit Ihnen.

 

Bleiben Sie fit, gesund und zuversichtlich,

 

Ihre Anita