13 Tipps für einen perfekten Start in Ihren Radfrühling

Lesezeit: 9 Minuten


voriges Wochenende...

...waren Markus und ich das erste Mal - in diesem Jahr - mit unseren Mountainbikes unterwegs. Das Außenthermometer zeigte 16 Grad an. Wir konnten es gar nicht erwarten, uns auf unsere Bikes zu setzen und den tollen Römerradweg abzufahren. 

 

Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude Rad zu fahren. Leider konnten wir - nach unserer Tour - in keine "Mostschenke" einkehren. Markus und ich sind uns sicher, dass auch Sie mit unseren Bildern Lust aufs "Radln" bekommen. 

Markus und ich lieben Fahrradfahren!
Markus und ich lieben Fahrradfahren!

Bevor Sie sich aber auf Ihr Bike "schwingen", haben wir Ihnen aber 13 Tipps zusammengestellt. Vielleicht ist der eine oder andere gratis "Rad-Schlag" dabei, den Sie noch nicht kennen, denn oft ist guter "Rad" teuer und hier bekommen Sie diesen GRATIS :-)

Tipp 1) 7 Fragen vor kauf?

Bevor Sie sich ein Fahrrad kaufen, sollten Sie sich folgende 7 Fragen stellen:

  1. Welche Art von Fahrrad will ich?
  2. Wie möchte ich mein Rad verwenden?
  3. Möchte ich kurze oder längere Strecken fahren?
  4. Fahre ich auf der Straße oder im Wald / Gelände?
  5. Habe ich Knie-, Rücken oder Hüftschmerzen?
  6. Wieviel Geld möchte ich ausgeben?
  7. Wie fit bin ich überhaupt?
Anita beim Vulkan Arenal (Costa Rica)
Anita beim Vulkan Arenal (Costa Rica)

Welches Fahrrad ist für mich geeignet?

Citybike, e-Bike, Mountainbike, Cross-Bike oder gar ein Rennrad? Welches Rad passt für mich? Wir klären Sie auf!

 

Das sogenannte Citybike, also ein Mountainbike mit Licht, Kotflügel und Gepäcksträger würde sich beispielweise für kurze Strecken- aber auch für Ihren Einkauf in Aspach perfekt eignen. Citybikes sind schwerer als Mountainbikes, die ohne Kotflügel und Licht ausgestattet sind.

 

Wenn Sie vorwiegend im Wald oder am Berg fahren, sollten Sie zu einem leichteren Mountainbike greifen. 

Mountainbike mit dünneren Reifen
Mountainbike mit dünneren Reifen

Für Wald & Straße eignet sich ein Cross-Bike (Mountainbike mit dünneren Reifen). Für längere Strecken auf der Straße und wenn Sie keine Rücken- und Kniebeschwerden haben, ein Rennrad. Ein e-Bike empfehlen wir Ihnen, wenn Sie Knie- und / oder Hüftschmerzen haben. 

 

Gute Mountain-, Cross- oder Citybikes bekommen Sie bereits unter € 600.

 

Tipp von uns: Kaufen Sie Ihr Fahrrad nur im geprüften Rad-Fachhandel und nicht bei Ihrem Discounter. Testen Sie Ihr ausgewähltes Bike für einen Wochenendausflug. Viele Fachhändler bieten diesen tollen Service an. Verhandeln Sie beim Kauf, die Trinkflaschenhalterung oder einen Rückspiegel und dass Ihr erster Rad-Service kostenlos sein soll. Kaufen Sie ein günstigeres Vorjahresmodell.

Tipp 2) Eine perfekte einstellung ist die halbe tour!

Wenn Sie sich nach der langen Winterpause auf Ihr geliebtes e-Bike / Mountainbike oder Rennrad setzen, dann sollten Sie Ihr Fahrrad nach Ihren eigenen Bedürfnissen einstellen. 

 

Besonders Ihr Lenker und Ihr Fahrradsattel sollten perfekt auf Sie angepasst werden. Der Abstand zwischen Sattel und Lenker ist dann optimal, wenn Ihre aufrechte Sitzposition der natürlichen Form Ihrer Wirbelsäule entspricht. 


Eine optimale Sattelposition kann Rückenschmerzen verhindern. In punkto Fahrrad-Check-up stehen auch die Fixierung aller Schrauben Ihres Bikes, die Schmierung Ihrer Kette, die Funktionsfähigkeit Ihrer Bremsen, Ihr Strahler und die eventuelle Erneuerung Ihrer Reifen im Vordergrund.

tipp 3) wie fit sind sie eigentlich?

OK, Sie haben nun im vorigen Punkt Ihr Fahrrad auf "Vordermann" / "Vorderfrau" gebracht.

 

Doch haben Sie auch Ihre Fitness im Fokus? 

 

Ganz egal, ob Sie ein/e Hobbyradler/in 60 plus mit Ihrem modernen E-Bike- oder ob Sie ein/e ambitionierte/r Freizeitsportler/in mit ultraleichtem Rennrad sind. Ihr individueller Leistungsstand und Ihre Gesundheit sind der Maßstab für Ihr Training. Sonst können Ihnen Beschwerden bei Überlastungen und / oder muskuläre Verspannungen drohen.

Anita beim Spinning-Training
Anita beim Spinning-Training

Kommen Sie doch bei mir in der Ordination vorbei. Ich absolviere mit Ihnen ein paar Muskelkraft- & Verkürzungstest und / oder eine eine umfangreiche Gesundenuntersuchung.

tipp 4) ihr weg ist das ziel!

Wenn Sie nicht sehr gut trainiert sind oder wenn Sie Ihren Gesundheitsstatus für bedenklich einstufen, empfehle ich Ihnen vorab eine Gesundenuntersuchung in unserer Ordination.

 

Überanstrengen Sie sich bitte beim ersten Mal nicht und steigern Sie sich von Tour zu Tour.

 

Wählen Sie zu Beginn eine Strecke, die Sie "locker" und ohne Bedenken schaffen. Zum Beispiel der Einkauf beim Spar in Aspach oder zum Wildenauer Badesee. Wenn Sie nicht mehr können, dann schieben Sie Ihr Bike. 

Ihr Weg ist das Ziel!
Ihr Weg ist das Ziel!

Bei jeder Radtour empfehlen wir dann eine neue, anstrengendere Runde. Somit verbessern Sie Ihre Ausdauer. Nicht allein die zurückgelegte Distanz ist entscheidend: Ihr Weg ist das Ziel!

tipp 5) wer hirn hat, der schützt es!

Ihr Fahrradhelm und der Helm Ihrer lieben Kinder sind unerlässlich!

 

Bei unseren Einsätzen im Frühling und im Sommer kommen wir immer wieder zu Kopfverletzungen von Radfahrern und Kindern, die keinen Helm tragen.

 

Beim Helm sollten Sie auf keinen Fall sparen.

 

Wenn Ihnen Ihr Helm einmal zu Boden fällt, dann empfehlen wir Ihnen, diesen zu wechseln und nicht mehr aufzusetzen. Lassen Sie sich im Rad-Fachhandel beraten.

Markus und ich beim Einsatz
Markus und ich beim Einsatz

Für eine sichere Radtour empfehlen wir Ihnen auch folgendes Zubehör:

  • Sonnenbrille zum Schutz vor UV, Insekten und Zugluft.
  • Spezielle Radbrille (bei Dunkelheit wird Ihre Umgebung aufgehellt).
  • Radhose mit gepolstertem Einsatz für erhöhten Sitzkomfort bei längeren Touren.
  • Radhandschuhe (gepolstert), vermeiden Blasen auf Ihren Händen.
  • Rückspiegel am Fahrradlenker seitlich angebracht
  • Fahrradreparaturset für unerwartete Ereignisse.
  • Luftpumpe
  • Fahrradtasche
  • Sonnencreme
  • Sport- & Gelenkssalbe
  • Insektenspray
  • Erste Hilfe Set / unsere Hausapothekentasche
  • Smartphone Halterung für eventuelle Navigation
  • Wechselbekleidung
  • Regenschutz
  • Gesunde Jause und ausreichend Wasser

Tipp 6) Vorsicht bei Langfingern!

Um Ihr neues und teures Fahrrad länger behalten zu können ist ein gutes Fahrrad-Schloss unverzichtbar. Lassen Sie sich bitte vom Fachhändler beraten.

 

Markus wurde auch schon einmal sein Vorderreifen gestohlen, da er einen sogenannten "Schnellspanner" beim Vorderrad hat.

 

Seinen Vorderrad-Teildiebstahl hätte er eventuell verhindern können, wenn er einen speziellen Inbus-Schrauben oder Spezialadapter am Vorderrad angebracht gehabt hätte (s. Bild).

Spezielles Schloss mit Adapter
Spezielles Schloss mit Adapter

Achten Sie auch, dass Sie bei Ihrem Sattel keinen Schnellspanner angebracht haben. Teure Sattel sind auch bei "Langfinger" sehr begehrt und mit nur einem Handgriff entfernt.

tipp 7) Mit richtiger Technik zu mehr erfolg!

Haben Sie schon einmal einen Fahrrad-Fahrtechnik Kurs bei ADAC / ARBÖ oder ÖAMTC absolviert? Damit Sie bei Ihrem Lieblingssport Spaß und Sicherheit haben, sollte Ihre Fahrtechnik stimmen.

 

Der häufigste Fehler beim Radfahren ist, dass die Pedale mit dem Mittelfuß statt mit dem Fußballen getreten werden. Markus und ich empfehlen Ihnen den "Spinning Stil", also ein harmonisches rundes, gleichmäßiges Treten mit Ihrem Fußballen. So kommt es zu einer effizienten und regelmäßigen Kraftausübung aus Ihrem Fußgelenk. Bei dieser Spinning-Stil Technik fördern Sie Ihre Durchblutung in Ihren Beinen / Füßen, vermeiden Knieschmerzen und sparen Kraft. Auch die richtige Trittfrequenz spielt eine entscheidende Rolle. Wir empfehlen Ihnen zwischen 60 und 90 Umdrehungen pro Minute. 

Tipp 8) Vermeiden sie Überlastungen!

Überanstrengen Sie sich bitte nicht. Wenn Sie bergauf fahren, schalten Sie lieber auch einmal einen Gang zurück als sich unnötig zu quälen. Machen Sie bitte ausreichende Trinkpausen. Schieben Sie das Fahrrad auch mal, wenn der Weg zu anstrengend wird, ganz im Sinne von "Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt!"

 

Dennoch kann es während- oder nach einer Fahrradtour zu Gelenks-, Muskel- oder Rückenschmerzen kommen. In einem solchen Fall können entzündungshemmende Präparate oder "Sportsalben" aus unserer Apotheke helfen.

 

Als Anfänger sollten Sie daher einen Pulsmesser beim Radfahren tragen um das Tempo auf Ihren Puls abstimmen zu können. Der Puls sollte bei Anfängern bei 140 oder sogar darunter liegen.

 

Wie bereits erwähnt, sollten Sie sich selbst beim Fahrradfahren nicht überschätzen. Eine zu hohe Trainingsintensität kann schnell zu einem schmerzvollen Muskelkater führen. Darum sollten Sie langsam beginnen und die Intensität stetig steigern. Somit wird nicht nur Ihre Trainingsleistung gesteigert, sondern auch ein Muskelkater vermieden.

tipp 9) wasser ist leben und verleiht ihnen energie!

Trinken ist besonders wichtig beim Radfahren. Sie verlieren durchs Schwitzen bei einer Stunde Radfahren ca. ein bis zwei Liter Wasser. Schon ein Flüssigkeitsverlust von zwei Prozent des Körpergewichts durch Schwitzen vermindert Ihre Leistungsfähigkeit.

 

Darum sollten Sie alle 15-30 Minuten etwa 150-200 Milliliter zu sich nehmen. Empfehlenswerte Getränke sind Wasser, leicht prickelndes Mineralwasser, Sportgetränke wie Elektrolytgetränke oder ungezuckerte Doktor Kaiser Tees. Gegen den Hunger zwischendurch hilft auch unser Yfood, da dieses nicht so schwer im Magen liegt.

tipp 10) du bist, was du isst!

Neben dem Trinken sorgt auch ein kleiner Snack zwischendurch für neue Energie. Während einer Radtour verbraucht der Körper Energie. Um den Energiespeicher wieder zu füllen wird die Energie der Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße aus der Nahrung genutzt. Die schnellste Energiequelle stellen die Kohlenhydrate dar, welche vor allem bei einem schnellen Tempo schnell verbraucht werden.

 

Liegt die Dauer einer Radtour unter einer Stunde, brauchen Sie keine Essensvorräte einpacken. Planen Sie jedoch einen längeren Radausflug, sollten Sie auf jeden Falls leichte und gesunde Snacks einpacken. Ideal sind Obst, Gemüse oder Yfood.

 

Beim Obst bieten sich Bananen und Weintrauben an, weil sie mehr Energie als andere Obstsorten liefern. Empfehlenswert sind zusätzlich zum Obst auch Vollkornkekse, Müsliriegel, Nüsse, Trockenfürchte, Linsen und Grünkern. Neben Schokolade und Gummibärchen sollte vor allem auf fettige Nahrung verzichtet werden. Deshalb lieber zu Obst und Rohkost greifen.

tipp 11) treten Sie ihre Fettkalorien einfach weg!

Wenn Sie Rad fahren, bleiben Sie in Bewegung, welches sich in jedem Fall positiv auf Ihre Gesundheit auswirkt. Wenn Sie nicht gerade auf dem Ergometer zuhause sitzen, betreiben Sie zusätzlich Sport an der frischen Luft und können somit die Natur genießen.

 

Das Besondere beim Radfahren ist, dass Ihre Rückenmuskulatur gestärkt, Ihr Herz-Kreislaufsystem trainiert und Ihr Stoffwechsel angekurbelt wird. Ihre Gelenke werden durch die runden, fließenden Bewegungen zudem nur wenig belastet. Denn beim Radfahren lasten 70 bis 80 Prozent Ihres Körpergewichts auf Ihrem Sattel. Auch fürs Abnehmen ist das Radfahren sehr geeignet. Drei bis vier Mal in der Woche 30 bis 40 Minuten kurze Strecken fahren reicht aus um abzunehmen.

tipp 12) Ihr rad ist ab sofort immer dabei!

Egal ob zur Arbeit, zum Bäcker in Aspach oder zum Besuch zu Freunden, mit dem Rad geht es oft schneller als mit dem Bus oder sogar mit dem Auto. Nebenbei fördern Sie Ihre eigene Gesundheit und trainieren Ihren Körper. Wichtig beim Radfahren ist vor allem aber der Spaß und der ist, wenn Sie auf diese 13 Tipps achten garantiert.

tipp 13) ihre sicherheit geht vor!

Vielen lieben Dank, dass Sie bis zu diesem letzten Punkt "durchgelesen" haben. Sie interessieren sich sehr für dieses Thema. Das freut uns sehr!

 

Doch neben dem Spaß sollte eines nicht in Vergessenheit geraten, Ihre Sicherheit! Um sich selbst, aber auch Ihre Mitmenschen nicht zur gefährden, sollten Sie bitte diese weiteren Tipps beachten:

 

Abstand halten!

Halten Sie nicht nur zum vorderen Auto Abstand, sondern auch einen Seitenabstand von ca. 1-2 Meter zum Gehsteig und zu parkenden Autos.

 

Radweg benutzen!

Ist ein Radweg oder ein Radfahrstreifen vorhanden, müssen Sie diesen benutzen.

 

Blickkontakt suchen!

Sobald Sie auf einen Kreuzungsbereich kommen, sollten Sie Blickkontakt zu den anderen Verkehrsteilnehmern aufnehmen. Dabei können Sie sich versichern, ob sie beachtet und gesehen werden. Wenn kein Blickkontakt aufgenommen werden kann, verzichten sie bei Unklarheiten lieber auf ihren Vorrang.

 

Deutliche Handzeichen!

Zeigen Sie sobald wie möglich ihr nächstes Vorhaben durch ein deutliches Handzeichen an. Wenn Sie nach links abbiegen wollen, versichern Sie sich zuerst durch einen Blick nach hinten, ob die Straße frei ist. Erst dann geben Sie das Handzeichen und ordnen sich mittig in die Straße ein.

 

Wir wünschen ganz viel Spaß und Sicherheit bei Ihrem nächsten Radausflug im schönen Innviertel.

 

Bleiben Sie fit, gesund und passen Sie auf sich auf,

Anita & Markus

(Begeisterte Mountainbiker)