Zeckenimpfung - die 7 häufigsten Fragen

Lesezeit: 4 Minuten.


Hier habe ich Ihnen die 7 häufigsten Fragen zur "Zeckenimpfung" zusammengestellt.

 

Bei Rückfragen dazu stehe ich Ihnen jederzeit unter meiner Telefonnummer 07755 72510 zur Verfügung.

 

Sehr gerne nehme ich mir ausführlich Zeit, Sie im persönlichen Gespräch zu beraten. Ich freue mich auf Ihre Terminvereinbarung.

 

Kommen Sie bitte fit und gesund durch Ihren Frühling 2022, 

 

Ihre Anita

Dr. Anita Kaiser, Arztpraxis Aspach, Allgemeinmedizinerin
Anita Kaiser - Vergrößern: Klick!


1) wie gefährlich ist die "FSME" wirklich?

Das FSME-Virus (Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus durch einem "Zeckenbiss" ausgelöst) greift das zentrale Nervensystem des Menschen an und kann zu drastischen Langzeitschäden wie Lähmungen der Extremitäten oder auch Hörverlust führen. Die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Krankheit.

 

Die Krankheit FSME kann für Menschen sehr schwere Folgen haben. Manche Menschen leiden ihr ganzes Leben lang an diesen Folgen. Wenn eine FSME auftritt, verläuft sie bei etwa der Hälfte der Erkrankten schwer.

 

Todesfälle durch eine FSME sind extrem selten. Weniger als eine von 100 Personen verstirbt an einer schweren FSME.


2) warum "zeckenimpfung"?

Die Zeckenimpfung schützt gegen die FSME-Viren. Gegen die Borreliose schützt sie nicht. Im Gegensatz zu FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) kann die Borreliose aber rechtzeitig erkannt- und mit Antibiotika behandelt werden.

 

Die Zeckenimpfung ist sinnvoll, da Österreich zu den Hochrisikoregionen zählt. Sie schützt vor dem von Zecken übertragenen FSME-Virus, das zu einer Hirnhautentzündung führen kann. Daher spricht man medizinisch in der Regel von einer FSME-Impfung.


3) Wie wirkt die FSME-IMPFUng?

Es sind keine Medikamente bekannt, die gegen das Virus helfen. Daher ist die FSME nicht behandelbar und es kann nur prophylaktisch vorgebeugt werden.

 

Bei einer FSME-Impfung, die fälschlicherweise auch "Zeckenimpfung" oder "Zeckenschutzimpfung" genannt wird, werden abgetötete FSME-Viren in den Körper injiziert.

 

Die FSME-Viren können - laut vielen Studien - keinen Schaden im Körper anrichten. Siehe auch Nebenwirkungen unter Punkt 7.


4) Wie oft muss man sich gegen FSME impfen lassen?

Impfschema für Kinder und Erwachsene (Beispiel): 

  • 1. Impfdosis im März 2022 (optimaler Impfzeitpunkt)
  • 2. Impfdosis 1-3 Monate später
  • 3. Impfdosis 5-12 Monate später
  • 1. Auffrischimpfung 3 Jahre später

Danach Auffrischimpfungen alle 5 Jahre unter 60 Jahren beziehungsweise alle 3 Jahre bei über 60 Jahren. 


5) ist man nach der ersten fsme-impfung schon geschützt?

Die ersten beiden Impfungen erfolgen im Abstand von 1 bis 3 Monaten, die dritte nach 5 bis 12 Monaten nach der zweiten Impfung.

 

Ab 14 Tagen nach der zweiten Impfung besteht für 90 Prozent der Geimpften schon ein Schutz, der für die laufende Saison ausreichend ist.


6) ist die zeckenimpfung ein totimpfstoFF?

JA, die Impfstoffe gegen Zecken-Meningoenzephalitis enthalten abgetötete Viren. Ihre Wirkung wird durch ein Aluminiumsalz unterstützt.

 

Totimpfstoffe sind:

  • FSME
  • Grippe (Influenza) 
  • Cholera
  • Diphterie

 

Lebendimpfstoffe sind:

  • Masern
  • Mumps
  • Röteln
  • Windpocken (Varizellen)

7) welche nebenwirkungen können auftreten?

Wie bei jeder Impfung sind auch bei der FSME-Impfung Nebenwirkungen möglich, wenngleich die Impfstoffe im Allgemeinen gut vertragen werden. Kommt es zu unerwünschten Impfreaktionen, sind sie meist harmlos.

 

Am häufigsten verursacht die FSME-Impfung Nebenwirkungen an der Einstichstelle (Rötung, Schwellung, Schmerzen).